LebensLuxus

Nach vorne leben.

Monat: Januar 2013

Wie erledigen Sie Kreativaufgaben produktiver?

Wenn kreative Arbeiten (Heuristik) zuhause erledigt werden, gibt es bis zu 20% Produktivitätssteigerung. An wiederkehrenden Aufgaben (Algorithmik) sollte man besser im Büro arbeiten, weil sonst eine Produktivitätsminderung bis zu 10% drohen kann.

Auf diese einfach Formel könnte man die Ergebnisse des Experiments von Glenn Dutcher von der Universität Innsbruck bringen (mehr…)

Allerdings: Einmal mehr wurde das Experiment mit Studierenden durchgeführt. Und die ticken ja manchmal etwas anders als der „Durchschnittsangestellte“. Dennoch interessant finde ich die gewaltigen Produktivitätsveränderungen. Sollten die robust sein, sollten wir intensiver darüber nachdenken, wo wir welche Arbeiten erledigen…!

 

Wie machen Konflikte ein Unternehmen stark?

Michele Gelfand (University of Maryland) hat Mitarbeiter und Leiter von 90 Filialen einer US-amerikanischen Bank über die Konfliktkultur in ihrer Organisationen befragt. Die Ergebnisse stehen in ihrem Artikel „Conflict cultures in organizations“ (mehr…) und in aller Kürze hier:

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Unterschieden wurden drei Konfliktkulturen:

  1. gemeinschaftliche Konfliktkultur („Mitarbeiter suchen eine Lösung, die alle zufrieden macht.“)
  2. dominante Konfliktkultur („Mitarbeiter tun alles, um selbst zu gewinnen.“)
  3. vermeidende Konfliktkultur („Mitarbeiter vermeiden, Konflikte offen anzusprechen.“)

Kernaussagen:

  • Wie der Herr, so’s G’scherr: Die Filalleiter passen zur Konfliktkultur der Mitarbeiter. Wer Henne und wer Ei ist, bleibt offen.
  • In einer gemeinschaftliche Konfliktkultur entfalten Organisationen ihre Stärken, ihre Mitarbeiter bleiben gesund.
  • In einer vermeidende Konfliktkultur wird die die Kreativität einer Filiale gehemmt.
  • Eine dominanten Konfliktkultur läßt die Servicequalität sinken.

Was lernen wir daraus? Zusammenstreiten hilft, gegeneinander streiten macht einfältig und schadet der Produktivität.

Wie können Arbeitnehmer ihre Angehörigen pflegen?

Zwei Drittel der 59.000 pflegebedürftigen Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar werden in ihrem gewohnten Umfeld versorgt. In 70% der Fälle übernehmen Angehörige diese anspruchsvolle Aufgabe, insbesondere Frauen. Etwa die Hälfte davon ist berufstätig.

Auch Unternehmen sind davon betroffen, wenn ihre Arbeitnehmer Beruf und Pflege vereinbaren müssen: unkalkulierbare Ausfälle, sich häufende Fehlzeiten, eingeschränkte Produktivität sowie erhöhte Fluktuation, …

Ein „Kompetenztraining Pflege“ hilft Beschäftigten, die pflege- oder hilfebedürftige Angehörige im häuslichen Umfeld betreuen wollen, mit Rat und Tat.

Weitere Informationen bei der Veranstaltung „Pflegefall – was nun?“ am Montag, 4. Februar 2013, 14:00 bis 17:00 Uhr, im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen. Details hier… oder bei Kathrin Engelhard von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, E-Mail Kathrin.Engelhard@m-r-n.com, Telefon 0621/12987-48.

 

Wie erreichen Sie Ihre Ziele?

Alte Weisheit: Ein Ziel beginnt mit dem ersten Schritt. Was aber passiert ab dem zweiten Schritt?

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Lockt Sie das Ziel dann umso heftiger, je näher Sie ihm Schritt für Schritt kommen? Oder geht die Motivations-„Tankanzeige“ nach unten auf dem Weg zum Ziel (frei nach dem „Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen“)?

Eine neue Untersuchung (mehr hier…) zeigt, was Juristen lange schon wissen: Es kommt darauf an. Wer das Ziel klar vor Augen hat, startet leichter, aber: Eine zu konzentrierte Ausrichtung auf das Ziel schmälert das Erlebnis auf dem Weg dorthin – mitsamt der Motivation.

Ich halte es mit Viktor Frankl, der die schöpferischen, wie die kreativen Werte angepriesen hat. Heißt: Wenn ich zum Sport gehe, habe ich Ziele, aber ich treibe nur Sport, so lange es Spaß macht. Und hier spätestens kommt (zumindest bei der Sportart, die ich treibe) der dritte Frankl’sche Wert mit ins Spiel: der Leidenswert. Heißt: Auch Durststrecken können Freude bereiten.

Ihnen viel Spaß beim Zielerreichen und -erleben – egal, ob beim Sport oder bei der Erreichung von beruflichen Zielen!

Wie hebt man millionenschweres Umsatzpotential?

Der Geschäftsführer, der Experte vor Ort und die Betriebsrätin wollen einen Beitrag leisten, um das Unternehmen zu retten. Ein Umsatz von ein paar Millionen Euro wäre schon sehr hilfreich für den Mittelständler.

Ich moderiere sie auf Basis des sehr guten Buches Business Model Generation (empfehlenswert, weil inspirativ und strukturiert!). Und in gut zwei Stunden haben wir die ersten Fäden in der Hand, die nun zu einem umsatzträchtigen Teppich zusammenzuweben sind.

Besonders interessant fand ich: Alle drei Mitarbeiter brauchten etwas, um die Stärken, Talente und Wettbewerksvorteile des Unternehmens auf den Punkt zu bringen. Kunden und Lieferanten wurde erst auf mein Nachbohren in den Plan einbezogen. Und am schwersten war es, die Kosten und Umsatzpotentiale (= das monetäre Abbild der Prozesse und Talente) zu benennen oder zumindest abzuschätzen.

Mir hat’s Freude gemacht, gemeinsam mit Profis millionenschweres Umsatzpotential zu heben.

Hunderte Arbeitsplätze gerettet?

Heftige Arbeit heute: Betriebsrat und Geschäftsleitung eines Bildungsunternehmen müssen innerhalb von drei Wochen ihren Konzernvorstand davon überzeugen, dass Sie mindestens 2 Millionen Euro pro Jahr mehr verdienen können. Kein Leichtes, wenn man sich nicht über den Weg traut, sondern davon überzeugt ist, dass „die anderen“ unbeweglich sind.

Ich frage mich, was ich zu in solchen Situationen beitrage:

  • Die Beteiligten kennen sich in ihrem Unternehmen und Markt besser aus als ich. Aber ich kann „dumme Fragen“ stellen, die schlauere Antworten provozieren.
  • Betriebsrat und Geschäftsleitung kennen ihre Enpgässe als ich. Aber ich kann sagen, wenn hilflos geschwafelt wird und die Parteien sich in die eigene Tasche lügen.
  • Die Workshop-Teilnehmer bringen viele Argumente und Details. Aber ich kann diese mit etwas Abstand und im Vergleich zu anderen Unternehmen betrachten, einordnen und sortieren.

Das scheint zu helfen: Wir haben heute in acht heftigen Stunden 14 Verantwortungsträger auf ein Ziel ausgerichtet: einige hundert Arbeitsplätze retten. Morgen geht’s weiter und danach fängt die Arbeit erst an.

 

 

Hoher Anspruch, weniger Kinder

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Bevölkerungsforscher Norbert Schneider in der FAZ: Weniger Kinder, weil Eltern unter Druck stehen. Mehr…

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